Ab wann zählt man eigentlich als “Alkoholkrank”
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Ab wann zählt man eigentlich als “Alkoholkrank”

Ja, wenn du betrunken oft Dinge tust, die du später nicht mehr weißt oder bereust, kann das auf eine problematische Beziehung zum Alkohol oder sogar auf eine Alkoholabhängigkeit hinweisen. Alkoholismus ist eine ernsthafte Erkrankung, die nicht nur durch die Menge des konsumierten Alkohols, sondern auch durch das Verhalten und die Konsequenzen des Alkoholkonsums gekennzeichnet ist.

Anzeichen einer Alkoholabhängigkeit

Einige Anzeichen dafür, dass jemand alkoholabhängig sein könnte, sind:

  1. Verlangen (Craving): Ein starkes Verlangen oder eine Art Zwang, Alkohol zu trinken.
  2. Kontrollverlust: Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren, zum Beispiel nicht aufhören können oder mehr trinken als beabsichtigt.
  3. Entzugserscheinungen: Körperliche oder psychische Symptome, wenn der Alkoholkonsum reduziert oder eingestellt wird.
  4. Toleranzentwicklung: Eine zunehmende Menge an Alkohol wird benötigt, um die gleiche Wirkung zu erzielen.
  5. Vernachlässigung anderer Aktivitäten: Wichtige soziale, berufliche oder Freizeitaktivitäten werden vernachlässigt oder aufgegeben.
  6. Fortgesetzter Konsum trotz negativer Folgen: Weitertrinken, obwohl man weiß, dass der Alkoholmissbrauch körperliche oder psychische Probleme verursacht oder verschlimmert.

Gefährliche Verhaltensweisen

Dass du Verträge abschließt, an die du dich später nicht mehr erinnerst, ist besonders besorgniserregend. Dies kann erhebliche persönliche und rechtliche Konsequenzen haben und deutet darauf hin, dass dein Alkoholkonsum deine Entscheidungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt.

Was tun?

  1. Selbsteinschätzung: Überlege dir, wie oft du trinkst, wie viel du trinkst, und ob du negative Konsequenzen durch deinen Alkoholkonsum erfährst.
  2. Gespräch mit einem Arzt: Ein Arzt oder ein Psychotherapeut kann eine professionelle Einschätzung geben und ggf. eine Diagnose stellen.
  3. Selbsthilfegruppen: Gruppen wie die Anonymen Alkoholiker können Unterstützung und Gemeinschaft bieten.
  4. Therapie: Eine Verhaltenstherapie oder eine stationäre Behandlung kann notwendig sein, um die Alkoholabhängigkeit zu überwinden.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Alkoholkonsum außer Kontrolle gerät oder du schon negative Konsequenzen erlebst, zögere nicht, Hilfe zu suchen. Alkoholabhängigkeit ist behandelbar, und es gibt viele Ressourcen, die dir dabei helfen können, wieder die Kontrolle über dein Leben zu gewinnen.

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Photo by Steve Harvey on Unsplash

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