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Landesgartenschau Villingen-Schwenningen : Mit Dichtern im Beet

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Mit Dichtern im Beet
Literaturfrühling auf der Landesgartenschau Villingen-Schwenningen  / Loblied auf das Gemüse / LGS als Tatort im Krimi / Ausstellung mit 1. 300 Büchern

„Dem, der einen Garten und eine Büchersammlung besitzt, fehlt es an nichts“, wusste schon der römische Schriftsteller Cicero vor über 2000 Jahren. Dieser Erkenntnis folgt man auch auf der Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen. Vom 28.  Mai bis 20. Juni werden zwei Dutzend Autorinnen und Autoren beim Festival „buch & beet – der Literaturfrühling auf der Landesgartenschau“ erwartet.

Rastlose „Pflanzenjäger“ wie  Adelbert von Chamisso und Alexander von Humboldt werden in Lesungen vorgestellt und an verwunschene Traumgärten aus Kindertagen erinnert. Eher kulinarisch orientiert ist das Garteninteresse der aus Sulz am Neckar stammenden Fernsehköche und Kochbuchautoren Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer, die mit der Krimiautorin Ella Theiss ein Loblied auf das Gemüse anstimmen. Sommertage auf der Datscha, im Gartenhaus und im Schrebergarten sind das Thema bei anderen Autoren. Der Architekturkritiker Gerhard Matzig berichtet in seinem amüsanten Buch „Meine Frau will einen Garten“ über das Abenteuer, ein Haus am Stadtrand zu bauen. Und im Schwarzwaldkrimi „Honigsüßer Tod“ von Alexander Rieckhoff und Stefan Ummendorfer aus Villingen-Schwenningen  ist die Landesgartenschau selbst ein Schauplatz des Romans.

In den Vorstellungen vieler Kulturen ist das Paradies ein blühender Garten, und jeder irdische Garten ist somit immer auch ein Ausdruck der Sehnsucht nach diesem verloren gegangenen Glück. Sechs Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Teilen der Welt haben eigens zum Literaturfestival auf der Gartenschau über ihren „Garten der Kindheit“ geschrieben und wurden allesamt mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet. Gewürdigt werden damit herausragende literarische Leistungen von Autoren, die deutsch schreiben, deren Muttersprache jedoch eine andere ist. Am  5. Juni, stellen die Autoren ihre Texte in fünf Privatgärten in Villingen-Schwenningen vor, am Abend dann gemeinsam auf der Landesgartenschau. Die Texte erscheinen als Beilage der Mai-Ausgabe des „Literaturblatts Baden-Württemberg“ und sind in vielen Bibliotheken und Buchhandlungen des Landes sowie auf der Gartenschau kostenlos erhältlich. Lesung und Publikation wurden von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.

Der Studiengang Architektur und Design an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart hat  mehrere „Raumskulpturen“ für das Gartenschaugelände entworfen, die zum Sitzen bei einzelnen Lesungen einladen. Literarische Spaziergänge mit der Schauspielerin Barbara Stoll, der Märchenforscherin Sigrid Früh und dem Autor Otto Krätz führen zu diesen in der Landschaft eingebetteten Raumobjekten. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Baden-Württemberg, präsentiert darüber hinaus vom 9. bis 20. Juni die Ausstellung „Natur, Garten, Umwelt“ mit rund 1.300 Büchern. 

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